Rene Collo

Neben seinen Rollen als Geldentenor hat er im Laufe seiner Karriere in einer Vielzahl von Opern und Operetten mitgewirkt. Collot machte auch mehrere Opernaufnahmen.

Über uns

Biografie

Geboren

Er wurde in Rene Kollodzieyski in Berlin geboren und ist in Wieck auf Föhr aufgewachsen. Er besuchte eine Fotoschule in Hamburg, interessierte sich aber schon immer für Musik, insbesondere für das Dirigieren. Er begann erst Mitte der 50er Jahre aufzutreten (als autodidaktischer Schlagzeuger). Er spielte in Jazzclubs und studierte Schauspiel bei den Else Bongers in Berlin. Zur Vorbereitung auf musikalische Rollen studierte er bei Elsa Varena, die schnell erkannte, dass er eine ungewöhnliche Begabung hatte.

Erste Verträge

Im Alter von 20 Jahren unterschrieb er seinen ersten Plattenvertrag und nahm populäre Hits auf. 1965 debütierte er in Braunschweig in drei Einaktern von Strawinsky: Mavra, Renard und Ödipus Rex. Er blieb zwei Jahre in Braunschweig und spielte den größten Teil des lyrischen Tenorrepertoires. 1967 ging er an die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf, wo er noch lyrische Rollen spielte.

Karriere

Er war Gastsolist in München, Frankfurt, Mailand (La Scala, in Arabella, 1970; Das Rheingold, 1973; Fidelio, 1978; und Lohengrin, 1981) und Lissabon. Seine mittlerweile legendäre Verbindung mit Wagner und seine Rollen im Heldentenor in Bayreuth begann er 1969, wo er den Steuermann in Der fliegende Holländer sang. In rascher Folge folgten große Wagner-Rollen: Eric 1970, Lohengrin 1971, Walter 1973, Parsifal 1975, Siegfried 1976, Tristan und Tannhäuser 1981. unter anderem an der Metropolitan Opera, wo er in Lohengrin (1976, dirigiert von James Levin) und Ariadne auf Naxos (1979) zu sehen war.

1986 inszenierte er auch Parsifal in Darmstadt und 1991 Tiefland von Eugene d'Albert in Ulm.

Er spielte auch nicht-Aggnersche Rollen

Darunter Herman in Tschaikowskys Die Pikkönigin, Florestan in Fidelio, Brittens Peter Grimes und Verdis Othello. Tatsächlich hat er ein ungewöhnlich breites Repertoire für den Heldentenor.

Collot beschränkte sich nicht auf die große Oper, sondern trat viele Male im Fernsehen auf und spielte ein leichteres Repertoire, darunter eine Operette, die er selbst komponierte.

Er schrieb und schrieb auch Texte für zahlreiche Lieder nach den Anweisungen seines Vaters und seines Großvaters, die die Komponisten der Operette waren. 2013 zog er sich im Alter von 75 Jahren vom Singen zurück.